Fusszentrum Ruhr                  Dr. A Theisinger

Als eine der Hauptursachen gilt der Spreizfuß mit Verbreiterung des Vorfusses und durch das Tragen von engen Schuhen Abdrängen der Großzehe und Ausbildung eines schmerzhaften Ballens. Eine veränderte Mechanik der Großzehe führt letztendlich über eine gestörte Kraftverteilung des Muskelzuges zur Fehlstellung mit krankhaft veränderter Druckverteilung im Bereich der Fußsohle mit Ausbildung eines schmerzbedingt gestörten Gangbildes. Ebenfalls können Druckgeschwüre auftreten, welche bei Patienten mit gestörter Durchblutung oder Diabetes mellitus weitreichende Konsequenzen haben. Durch die veränderte Fußform mit störendem kosmetischen Aspekt ist das Tragen von speziellem orthopädischem Schuhwerk häufig unvermeidbar.


Therapeutisch ist im Anfangsstadium eine konservative Therapie möglich, im fortgeschrittenen Stadium dominiert die operative Intervention. Es werden mehr als einhundert Operationsverfahren zur Korrektur beschrieben. Für eine erfolgreiche Therapie ist die Analyse von Art und Ausprägung der Deformität unter Beurteilung der Gesamtsituation des Fußes in Kombination mit dem Alter und Zusatzerkrankungen des Patienten maßgeblich. Meist ist eine Achskorrektur des ersten Strahles in Kombination mit einer Weichteilraffung durchzuführen.
Der Eingriff ist ambulant oder kurzstationär durchführbar, abhängig vom operativen Verfahren ist eine Teilbelastung vorübergehend erforderlich. Ebenfalls kann eine postoperative Großzehenschienung nötig sein, dies nur zur Nacht. Das Tragen von bequemen Konfektionsschuhwerk ist nach kurzer Zeit somit möglich, eine Gipsruhigstellung entfällt.
Die konservative Behandlung des Hallux valgus ist meist auf junge Patienten mit noch elastischen, nicht kontrakten Weichteilgeweben beschränkt. Bei Kontraindikationen zur Operation kann durch spezielle Schuheinlagen mit dadurch zu erreichender Druckumverteilung Linderung herbeigeführt werden

 

 

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