Fusszentrum Ruhr                  Dr. A Theisinger

Haglund-Ferse, Fersensporn, Fersenschmerz

Die Haglund-Ferse ist nach ihrem Erstbeschreiber von 1928 benannt und meint eine Formvariante des hinteren Fersenbeinhöckers welcher in Kombination von starker mechanischer Belastung und dem Tragen von Schuhwerk mit hohen Absätzen und harter Fersenkappe zu einer schmerzhaften Entzündungsreaktion mit eingeschränkter Gebrauchsfähigkeit des gesamten Beines führt. Therapeutisch ist durch konservative Maßnahmen zunächst ein Abklingen der Entzündungsreaktion möglich, eine definitive Heilung jedoch häufig nur durch operative Abtragung des Knochenspornes mit der Entfernung entzündlich veränderten Gewebe zu erzielen.
Der Fersenschmerz, welcher durch einen Fersensporn entsteht, ist Ausdruck einer permanenten Überbeanspruchung mit Mikroverletzungen im Sehnenansatz- oder -ursprungsbereich, die im Verlauf eine knöcherne Umwandlung des Gewebes zum genannten "Sporn" bewirken und so die Beschwerden auf Dauer aufrecht erhalten. Man unterscheidet einen hinteren Fersensporn im Ansatzbereich der Achillessehne und einen so genannten plantaren Fersensporn an der Fußsohle im Ursprungsbereich der kurzen Fußmuskeln. Therapeutisch überwiegt die konservative Therapie, in bis zu 90% der Fälle ist hiermit eine Heilung auf Dauer zu erzielen. Diese Therapie beinhaltet die Verwendung von speziellen Schuheinlagen zur Unterstützung des Fußgewölbes, die Anwendung von Lagerungsschienen zur Nacht zur Dehnung der Muskulatur, die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten bis hin zur Stoßwellentherapie. Eine operative Intervention mit Spornabtragung ist nur in Kombination mit einer konsequenten Entstehungsursachenbekämpfung auf Dauer erfolgreich.
Der Eingriff ist ambulant oder kurzstationär möglich, die schmerzorientierte Vollbelastung in bequemen, angepasstem Schuhwerk zulässig.

 

 

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