Fusszentrum Ruhr                  Dr. A Theisinger

Achillessehnenruptur

Diese Verletzung hat in den letzten Dekaden an Häufigkeit deutlich zugenommen, zirka 20000 Menschen erleiden allein in Deutschland pro Jahr einen Riss der Achillessehne. Zunehmende Freizeitaktivität und erhöhte sportliche Anforderung sind verantwortlich. Betroffen sind meist Männer zwischen dem 30. und 45. Lebensjahr. Plötzlich einsetzende Kräfte bringen die Sehne peitschenschlagartig zur Ruptur, in etwa 1/3 der Fälle ist die Sehne degenerativ vorgeschädigt. Der typischerweise schlagartig einsetzende Schmerz ist charakteristisch und häufig mit einem "Schnalzen" kombiniert, welches vom Betroffenen selbst als auch von Umgebenden akustisch wahrgenommen wird. Unmittelbar danach ist ein Kraftverlust im Sprunggelenk zu verzeichnen, häufig eine Delle an der unteren Wade tastbar und im Verlauf eine Hämatomverfärbung, "Bluterguss", zu beobachten.
Die Diagnose wird vom Arzt durch eine klinische Untersuchung in Kombination mit einer Ultraschalluntersuchung gesichert. Die zusätzliche Magnetresonanzdarstellung ist nur in Ausnahmefällen erforderlich.
Abhängig davon, wie weit sich die beiden Sehnenstümpfe beim Absenken des Fußes im Sprunggelenk einander nähern, ist die konservative Therapie möglich, oder eine operative erforderlich. Es gibt unterschiedliche Operationstechniken mit jeweiligen Vor- und Nachteilen. Bestimmend ist die nähere Beschreibung der Verletzung. In beiden Fällen, konservativ oder operativ, ist das Tragen eines speziellen Achillessehnenstiefels oder Unterschenkelgips mit im Verlauf abnehmender Spitzfußstellung für 6-8 Wochen in der Regel erforderlich.
Der Eingriff ist über einen kurzstationären Aufenthalt möglich, die Vollbelastung im Stiefel oder Gips postoperativ erlaubt.

 

 

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